BSE
BSE ist die Abkürzung für Bovine Spongiform Enzephopathie, zu Deutsch etwa: schwammartig Hirnkrankheit des Rindes. Es ist eine chronisch verlaufende Gehirn- und Rückenmarkserkrankung bei Rindern, die immer tödlich endet. Auslöser für die Erkrankung sind krankhaft veränderte Prionproteine, die auf normale Prionen im Gehirnen treffen diesen ihre Struktur aufzwingen und sie somit negativ verändern.
Die Ursache für die Entstehung der veränderten Prionen ist umstritten, wobei es mehrere Theorien gibt.
In der Regel erkranken Rinder im Alter von 4-5 Jahren an BSE uns sterben innerhalb weniger Monate. Die Inkubationszeit kann dabei aber mehrere Jahre betragen.
Bei der Krankheit wird das Gehirn durchlöchert und damit in seinen Funktionen gestört. Die betroffenen Tiere zeigen Verhaltensänderungen und Bewegungsstörungen.
Normalerweise erfolgt die Diagnose durch eine genau Untersuchung eines spezifischen Gehirnabschnittes eines toten Tieres, erst im vergangen Jahr wurde es auch möglich gemacht, BSE an lebendigen Tieren nachzuweisen. Dies ist zwar ein Vorteil, da ein Tier das möglicherweise nicht infiziert ist, am Leben bleiben kann, andererseits ist es noch ziemlich kostenintensiv.
In Österreich muss logischerweise jedes Auftreten von BSE sofort dem Veterinäramt gemeldet werden. Ist auch nur ein Tier einer Herde infiziert, so wird versucht, eine Übertragung auf die anderen Tiere zu vermeiden. Dies geschieht vor allem durch die Eliminierung einer gesamten Herde.
Da das Auftreten der Krankheit auf infektiöses Kraftfutter (Knochenmehl) zurückzuführen ist, gibt es in den betroffenen Regionen Sicherheitsvorschriften zur Herstellung von Tiermehl. So wurde es 1988 in England verboten, aus verendeten Rinder, erneut zu Tierfutter zu verarbeiten. Diese Maßnahme bewirkte sehr wahrscheinlich den Rückgang der Erkrankungsfälle ab 1993
Weiters wurde das Insektenmittel Phosmet verboten, da es im Verdacht stand, BSE Infektionen zu begünstigen.
Aufgrund einer EU- Vorschrift müssen seit dem Jahr 2001 von älteren Tieren Gewebe mit hoher Erregungskonzentration, also Hirn, Rückenmark, Milz schon bei dem Schlachten entfernt werden.
Nach Angaben der Vereinten Nationen nahm die Anzahl der BSE- Fälle in den letzten 3 Jahren stetig ab. Während des 2003 weltweit noch 1614 Fälle gegeben habe, wurden 2004 noch 878 und 2005 nur noch 474 Krankheitsfälle festgestellt
In Österreich ist im November 2004 der erste BSE- Fall aufgetreten. Es handelte sich dabei um ein aus Tschechien in das Waldviertel importiertes Rind. Ein weiterer Fall trat im Juni 2005 in Vorarlberg auf. Ein dritter Fall wurde, ebenfalls im Jahr 2005 in Salzburg bekannt. Der bislang letzte Nachweis einer BSE- Erkrankung in Österreich ereignete sich am 13. Mai 2006. In einem Schlachthof in Oberösterreich wurde eine 6-Jahre alte Kuh positiv getestet.
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