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Das Bundesheer-Lexikon

Um angehenden Grundwehrdienern den Einstieg in das Heer zu erleichtern, bietet Wissen-Kompakt das ultimative Bundesheer-Lexikon. Von A wie „Abrüsten“ bis Z wie „Zug“.

ABA: Abkürzung für „Allgemeine Basisausbildung“, siehe Grundausbildung.

ABC-Alarm: Steht für Atomare, Biologische und Chemische Kampfstoffe für die eine Schutzmaske zur Verfügung steht. Bei ABC-Alarm gilt es, die Maske innerhalb einer vorgeschriebenen Zeit aufzusetzen.

Abrüsten: Bezeichnet das Verlassen des Bundesheeres nachdem man seine vorgeschriebene Zeit gedient hat (für Grundwehrdiener die sich nicht weiter verpflichten lassen nach 6 Monaten).

Alarm: Im Alarmfall sind Soldaten angewiesen, Kampfanzug 03.5 herzustellen und so schnell wie möglich an einem zugewiesenen Punkt zu erscheinen. Alarm kann auch in der Nacht gegeben werden und wird während der Basisausbildung geübt.

Antreteplatz: Bezeichnet einen meist betonierten großen Platz wo die Standeskontrolle stattfindet bzw. Befehle für eine Kompanie ausgegeben werden.

AT: Abkürzung für „Abrüsten“

AV: Kurzform für Ausgangsverbot. Bezeichnet eine Form der Strafe, bei der der Soldat die Kaserne nicht verlassen darf. Für Ausbleiben über den Zapfenstreich etwa werden (je nach Kompanie) bis zu 2 Tage Ausgangsverbot verhängt.

BA1: Abkürzung für „Basisausbildung 1“, siehe Grundausbildung.

Befreiung: Bezeichnet Einschränkungen, die es nicht erlauben, bestimmte Tätigkeiten (wie etwa den Gefechtsdienst) auszuüben. Werden vom Truppenarzt ausgehändigt.

Bereitschaft: Bezeichnet die Anwesenheit von Soldaten für meist 24 Stunden. In dieser Zeit haben sie sich für Einsätze (wie etwa das Räumen von Schnee im Winter) bereit zu halten.

Charge: Bezeichnet die ersten vier Dienstgrade beim Bundesheer: Rekrut, Gefreiter, Korporal und Zugsführer.

ChvT: Abkürzung für „Charge vom Tag“: Heutzutage werden praktisch nur mehr Grundwehrdiener zum ChvT-Dienst eingeteilt. Sie haben die Aufgabe einen ihnen zugewiesenen Bereich in der Regel 24 Stunden lang zu bewachen und nicht zu verlassen.

DfUO: Abkürzung für „Dienstführender Unteroffizier“, siehe „Spieß“

DGR: Abkürzung für „Dienst in geschlossenen Räumen“. Eine Befreiung die an Soldaten vergeben wird, die sich nicht draußen aufhalten dürfen.

Dienstfreistellungsschein: Bemächtigt Soldaten, an dem ausgeführten Tag nicht in der Kaserne erscheinen zu müssen.

Einrücken: Damit beginnt die Tätigkeit beim österreichischen Bundesheer.

Erlaubnisschein: Früher auch „Heimschläfer“ genannt. Bemächtigt Soldaten, die Nacht nicht in der Kaserne sondern daheim verbringen zu dürfen.

ET: Abkürzung für „Einrückungstermin“.

Exerzieren: Das Exerzieren war früher ein Begriff für Übungsstunden des Soldaten. Heute bezeichnet man damit das Gehen im Schritt auf Kommando eines Kommandanten. Für den Exerzierdienst (wie er in der Basisausbildung gelernt wird) werden in der Regel ein Exerziergurt, die leichte Feldjacke und die leichten Feldschuhe verwendet.

Feldjacke (leicht/schwer) : Während die leichte Feldjacke wasserabweisend ist, besteht die schwere Feldjacke aus dickerem material was wärmen soll.

Feldkochgehilfe: Bezeichnet eine Aufgabe beim Bundesheer die Grundwehrdiener durchführen. Die Aufgabe besteht neben der Essensausgabe auch darin, die Küche und den Speisesaal sauber zu halten.

Feldschuhe: Die Schuhe des Soldaten in zwei Varianten: Feldschuhe leicht bezeichnen die im gewöhnlichen Dienst getragenen Schuhe, Feldschuhe schwer werden beim Gefechtsdienst verwendet.

Gefreiter: Zweitniedrigster Dienstgrad im Bundesheer. Je nach Kompanie bekommen Rekruten die Möglichkeit bei ordentlichem Verhalten im 5. Monat der Grundausbildung Gefreiter zu werden. Neben einem weißen Edelweiß auf den Schulterlaschen verdient man auch 50€ mehr.

Gefechtsdienst: Übungen mit der Waffe durch teils simulierte taktische Angriffe oder Verteidigung bestimmter Objekte.

General: Höchster Dienstgrad beim Österreichischen Bundesheer und auch in zahlreichen anderen Armeen in der Welt.

Grundausbildung: Die Grundausbildung beim Bundesheer dauert zwischen 4 und 10 Wochen. Sie umfasst neben dem Exerzierdienst auch die Ausbildung mit der Waffe und einen Erste-Hilfe-Kurs.

Gruppe: Eine Gruppe bezeichnet eine kleine Einheit von Soldaten zu 8 bis 15 Mann. Ihr ist ein Gruppenkommandant vorangestellt.

Gruppenkommandant: Leiter einer Gruppe

GWD: Abkürzung für Grundwehrdiener. Als Grundwehrdiener werden Jugendliche bezeichnet, die die vorgeschriebenen 6 Monate beim Heer ableisten.

HSP: Abkürzung für „Heeresspital“.

ID-Card: Der Dienstausweis eines Soldaten. Eine Plastikkarte in Scheckkartenformat von der es mehre Ausführungen gibt. So ist die ID-Card für GWDs grün unterlegt, die des Kaders grau und Sonderausweise rot.

Kaserne: Die Unterkunft von Soldaten die aufgrund ihres Alters und mangelnder finanzieller Mittel meistens schon sehr heruntergekommen ist.

Kraftfahrer: Bezeichnet eine Aufgabe beim Bundesheer die Grundwehrdiener durchführen. In der Regel werden jene RekrutenKraftfahrer, die mindestens den B- und C-Schein besitzen und körperlichen fit sind. Sie werden nach 4 Wochen aus der Grundausbildung ausgegliedert.

KAZ: Kurzform für „Kampfanzug“. Der Kampfanzug wird beim Gefechtsdienst getragen und existiert in 5 Ausführungen wobei immer die Zahl 03 vorangestellt wird. Der Kampfanzug 03.5 beispielsweise besteht neben der Waffe und dem Helm auch aus Schlafsack, Rollmatte und Bekleidungsstücken sowie Utensilien zur Körperpflege und Essgeschirr.

Kompanie: Bezeichnet eine Einheit aus mehreren Zügen der ein Kompaniekommandant, in der Regel ein Offizier, vorangestellt ist.

K-Gerät: Aufsatz für das StG77 wenn mit K-Patronen geschossen wird um eventuell herausfliegende Reste aufzufangen.

K-Patronen: Abkürzung für „Knall-Patronen“. Werden häufig zu Übungszwecken verwendet und geben beim Abschuss einen lauten Knall von sich.

Kompaniekommandant: Leiter einer Kompanie, meist ein Offizier.

KV: Abkürzung für „Kaltversorgung“. Bezeichnet Brot und Käse sowie Dosen mit Sardinen oder anderen Köstlichkeiten.

Leutnant: Nach „Fähnrich“ der niedrigste Offiziersrang. Nach positivem Abschluss der Militärakademie bekommt dem den Rang verliehen.

L-Patronen: „Abkürzung für „Leuchtspur-Patronen“. Hinterlassen beim Abschießen einen leuchtenden Streifen um das Zielen in der Nacht zu erleichtern.

Marschbefehl: Bemächtigt einen Soldaten zum Verlassen der Kaserne während der Dienstzeit, etwa um einen Facharzt aufzusuchen. Ein Marschbefehl wird meist vom DfUO ausgestellt.

Militärstreife (Militärpolizei) : Kontrolliert die Einhaltung aller Vorschriften, insbesondere der Wache.

Muskelfaktor: Bezeichnet bei der Musterung die Stärke einer Person im Verhältnis zum Körpergewicht.

Musterung: Bezeichnet einen Gesundheits- und Fitnesscheck in der Regel 10 Monate vor dem Ableisten des Präsenzdienstes.

NL: Abkürzung für „Neue Lage“ .

OvT: Abkürzung für „Offizier vom Tag“. Ein Offizier vom Tag steht im Wachdienst und ist 24 Stunden am Tag verfügbar.

Rapport: Bezeichnet das Antreten beim Kompaniekommandant wenn man persönliche Wünsche äußern möchte oder disziplinär bestraft wird.

Rekrut: Niedrigster Dienstgrad beim Bundesheer. Rekruten haben keine Dienstgradschleifen. Jeder Grundwehdiener ist anfangs Rekrut.

Sanitäter: Bezeichnet eine Aufgabe beim Bundesheer die Grundwehrdiener durchführen. Sanitäter müssen körperlich fit sein und bekommen eine Sanitäter-Ausbildung. In jeder Kaserne muss mindestens ein Sanitäter vorhanden sein, der 24 Stunden am Tag erreichbar ist.

Schreiber: Bezeichnet eine Aufgabe beim Bundesheer die Grundwehrdiener durchführen. Als Schreiber erledigt man diverse Schreibaufgaben und ist „Mädchen für Alles“.

Schutzmaske: Atemschutzmaske in einer Tasche am Kampfanzug eines Soldaten die giftige Stoffe fernhalten soll. Eines der Ziele der Grundausbildung ist es, innerhalb von 9 Sekunden mit geschlossenen Augen und ohne Atmen die Maske aufzusetzen.

Sold: Bezeichnet die Bezahlung für Soldaten. Grundwehrdiener bekommen derzeit etwa 270€ pro Monat ausbezahlt.

StG77: Bezeichnet die derzeit beim ÖBH gängige Waffe.

S-Patronen: Abkürzung für „Stahlmantel-Patronen“. Es handelt sich dabei um Patronen mit Projektil.

Spieß: Bezeichnet den Dienstführenden Unteroffizier, in der Regel ein erfahrener Unteroffizier höheren Dienstgrades. Er leitet die Kompanie gemeinsam mit dem Kompaniekommandanten und ist sein Stellvertreter.

Soldheim: Abkürzung für „Soldatenheim“. Ein Aufenthaltsort für Soldaten wo man günstig Essen und Trinken einkaufen kann.

StaKo: Abkürzung für „Standeskontrolle“: Sie wird täglich außer am dienstfreien Tagen durchgeführt. Dabei wird die Anwesenheit der Grundwehrdiener kontrolliert und etwaige Befehle des Kommandanten ausgegeben.

Unteroffizier: Bezeichnet die Dienstgrade: Wachtmeister, Oberwachtmeister, Stabswachtmeister, Oberstabswachtmeister, Offizierstellvertreter und Vizeleutnant.

VB: Abkürzung für „Vertragsbedienstete/r“.

Vizeleutnant: Höchster Unteroffiziersrang beim Bundesheer.

Wache: Bezeichnet eine Aufgabe beim Bundesheer die Grundwehrdiener durchführen. Wachsoldaten bekommen eine Wachausbildung und leisten nach der Grundausbildung Dienst beim Kaserneneingang wo sie Berechtigung zum Eintritt aller Personen kontrollieren. In der Regel versehen Wachsoldaten einen 24 Stunden Dienst und haben nach Dienstschluss zwei Tage frei.

Zapfenstreich: Bezeichnet den Zeitpunkt, ab dem Soldaten in der Kaserne sein müssen, meist 24h. Der Erlaubnisschein bemächtigt zum Ausbleiben über den Zapfenstreich.

Zug: Bezeichnet eine Einheit aus mehreren Gruppen der ein Zugskommandant vorangestellt ist.

Zugskommandant: Leiter eines Zuges, meist ein Unteroffizier.