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Der Eiserne Vorhang

Winston Churchill prägte dieses politische Schlagwort maßgeblich mit, da er einer der ersten war, der es öffentlich verwendete, zum Beispiel in einem Brief an den amerikanischen Präsidenten Truman im Jahr 1945. Eiserner Vorhang ist die Bezeichnung der politischen und weltanschaulichen Trennungslinie zwischen dem Osten und dem Westen Europas. Diese „Trennungslinie“ war mit Stacheldraht, Minenfeldern und Wachttürmen gesichert und grenzte allzu deutlich den sowjetischen Einflussbereich ab.

Die Zweiteilung Europas führte auch zur Entstehung zweier deutscher Staaten. Im Mai 1949 wurde zugelassen, dass sich die vom Westen besetzten deutschen Gebiete zur „Bundesrepublik Deutschland“ (BRD, mit demokratischer Verfassung) vereinigten. Als Hauptstadt war Berlin vorgesehen, da Berlin allerdings im sowjetischen Einflussbereich lag, wurde nur der westliche Teil der Stadt als Hauptstadt angesehen.

Als Antwort auf die BRD entstand aus der sowjetischen Besatzungszone die „Deutsche Demokratische Republik“ (DDR).
Hauptstadt wurde der östliche Teil Berlins. Als entscheidende politische Kraft fungierte von Anfang an die „sozialistische Einheitspartei“ (SED), die bereits vorsorglich 1946 von den Sowjets gegründet worden war. Der wirtschaftliche Wiederaufbau ging in der DDR nur schleppend voran, da immense Reparationszahlungen an die Sowjetunion abgegeben werden mussten, aufgrund dieser wirtschaftlichen Not entstanden riesige Fluchtbewegungen in den Westen.
Darauf reagierte die Ostdeutschland indem es seine Westgrenzen durch Minenfelder, Stacheldraht und Wachttürme sicherte (s. Eiserner Vorhang). 1961 wurde durch Berlin eine befestigte Grenzmauer, die berühmte Berliner Mauer, gezogen.