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Die Galápagos-Inseln

Allgemein:
Die Galápagos-Inseln sind eine zu Ecuador gehörende Inselgruppe im Pazifischen Ozean, etwa 1000 Kilometer von der Küste entfernt. Zu den Inseln zählen 13 bis 14 große (größter: Isabela) und über 100 kleinere Teile. Der Name „Galápagos“ (span.: Sattel) bezieht sich auf den Sattelförmigen Panzer einiger Schildkrötenarten. Auf der Insel selbst leben etwa 19.000 Menschen, Touristen müssen sich erst anmelden um auf die Insel zu kommen. Die gesamten Inseln stehen unter Naturschutz, 90% sind der Fläche ist Nationalpark und können nur mit einem Führer betreten werden.

Geschichte:
Die Inseln liegen auf einer ozeanischen Platte, die sich jährlich ca. 7 Zentimeter nach Südosten unter die Südamerikanische Kontinentalplatte schiebt. Durch die dadurch entstehen Löcher in der Erdkruste strömt heißes Magma hinauf und es kommt zu einem submarinen Aufbau von Meeresboden, der schnell bis über den Meeresspiegel anwachsen kann. Die Galápagosinseln sind also durch vulkanische Aktivitäten entstanden wobei die jüngste Insel vor etwa 500.000 Jahren entstanden ist, die ältesten sind bis zu 4 Millionen Jahre alt. Im Jahr 1535 wurden die Inseln von spanischen Seefahreren entdeckt, 1832 wurden sie von Ecuador in Besitz genommen. 1835 besuchte Charles Darwin die Inseln und dürfte hier wohl maßgebliche Inspiration zur Formulierung der Evolutionstheorie gefunden haben. Seit 2007 werden die Inseln auf der roten Liste der UNESCO Weltkulturerbe geführt.

Klima:
Das Klima wird maßgeblich von den umliegenden Meeresströmungen bestimmt. Obwohl die Inseln in der Nähe des Äquators liegen, ist das Meereswasser mit etwa 20 °C relativ kühl was am Humboldtstrom liegt, der kühle Wasser von der Antarktis bringt Nordwerts bring sowie den nährstoffreichen Tiefenwassern. Das kalte Wasser erzeugt auch einen Gegenstrom der Mittelamerika etwa 28 °C warmes Wasser bringt. Je nachdem wie die Strömungen gerade einwirken unterschiedet man auf den Inseln zwei Jahreszeiten: Von Jänner bis Juni, wenn der Panamastrom warmes Wasser bringt, ist Regenzeit. Das Klima ist dann gemäßigt bis subtropisch. Von Juli bis Dezember fällt praktisch gar kein Regen, es wehen starke Winde und die Luft- und Wassertemperaturen sinken ab.

Fauna und Flora:
Etwa 40% der auf den Galápagosinseln lebenden Tierarten, sind nur dort heimisch und sonst nirgend auf der Welt. Dazu zählen z.B.: der Galapagos-Seelöwe, der Blaufußtölpel, die Galápagosschildkröte oder die so genannten Darwinfinken.
Die Blaufußtölperl sind nach ihren leuchtend blauen Füßchen benannt, die ihre Geschlechtsreife signalisieren.
Von den "Darwinfinken" existieren etwa 14 verschiedene Arten, die zwar ähnlich aussehen sich aber jeweils an eine bestimmte ökologische Nische angepasst haben.
Auf den Inseln gibt es auch zwei verschiedene Arten von Landleguanen (Bild links oben). Viele Tiere wurden durch verwilderte Hunde und Katzen ausgerottet, bevorzugtes Fressen sind herabfallende Früchte und Blätter.
Auf 9 Inseln leben 9 verschiedene Unterarten der Schildkrötenart "Geochelone". Man unterscheidet sie vor allem an ihrem Panzer der eine nach oben gerichtete Aufwölbung hat („Galápagos“) oder klassisch abgerundet ist. Der letzte überlebende der Art "Geochelone abingdoni" ist „Lonesome George“ der allen Paarungsversuchen bisher aus dem Weg gegangen ist und heute in der "Charles-Darwin-Resaerch-Station" lebt. Bereits ausgestorben sind die Arten "Geochelone elephantopus" sowie "Geochelone phantastica".