Die Entwicklung des Gehirns
Die Entwicklung des Gehirns kann man in 3 Hauptentwicklungsstufen einteilen:
1) Zentralisation
Die zuvor relativ wahllos verstreuten Nervenzellen in einem Lebewesen ordneten sich in diesem Stadium in bestimmten Bereichen an. Bei vielen Tieren und auch dem Menschen beobachtet man Ansammlungen von Nervenzellen zu größeren Kontrolleinheiten. Diese Nervenzellknotenpunkte (werden auch als Ganglien bezeichnet) haben den Vorteil, dass Informationen schneller und besser verarbeitet werden können. Erste zentrale Strukturen beobachtet man bei fünfstrahlig gebauten Stachelhäutern (z.B. Seestern) der einen Nervenring rund um die Mundöffnung besitzt.
2) Cephalisation
In diesem Stadium wurden die Nervenzellen besonders bei symmetrisch gebauten Tieren im Vorderbereich ihrer Fortbewegungsrichtung konzentriert. Da auch die wichtigsten Sinnesorgane und Mundwerkzeuge in diesem Vorderbreich angelagert wurde, konnten Informationen von Augen, Ohren, etc. sehr schnell verarbeitet werden. Es bildete sich so immer stärker ein Kopf aus.
2) Hierarchie
Ausgehend von einer zentralen Steuerung haben sich verschiedene untergeordnete Steuerzentren entwickelt. Die oberste Steuerzentrale ist das Gehirn, vom dem Organe und Körperfunktionen kontrolliert werden.
Obwohl sich die Grundmuster des Gehirns vom Fisch bis zum Menschen nur wenig verändert haben, kam es im Laufe der Zeit zu einer Perfektion des Gehirns. So wurden aus den ursprünglichen Grundbestandteilen des Wirbeltiergehirns: Vorderhirn, Mittelhirn und Rauternhirn im Laufe der Evolution komplexere Strukturen aufgebaut, die sich wieder grob in 3 Richtungen unterteilen lassen:
A) Zuname der Gehirngröße
Oberflächenvergrößerung des Gehirns durch Furchung was größere Leistung ermöglicht, sowie Zunahme des Gehirnvolumens
B) Entwicklung neuer Untereinheiten
Bestimmten Bereichen im Gehirn wurden bestimmte Aufgaben zuteil.
C) Zunahme der Komplexität des Vorderhirns
Größere Einfaltungen des Großhirns für noch mehr Leistung
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