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Das Klima - Klimawandel

Das Klima
Klima (griechisch: klima, klimatos: Neigung – Die Neigung der Erdachse) ist die statistische Beschreibung der relevanten Klimaelemente (wie etwa Temperatur oder Niederschlag) für eine gewisse Region oder global für einen gewissen Zeitraum.

Eiszeitalter
In der Erdgeschichte gibt es vier Eiszeitalter und mehrere Kaltzeiten. In einer Eiszeit ändert sich das Klima so dramatisch, dass sich in weiten Teilen der Erde das Gletschereis ausdehnt. Auf dem Meer breiten sich große Mengen von Pack- und Treibeis aus, der Meeresspiegel sinkt durch die starke Bindung von Niederschlagswasser zu Eismengen. Im ersten Eiszeitalter („Archaisches Eiszeitalter“, Beginn vor etwa 2,3 Milliarden Jahre) waren beide Pole der Erde vereist, was eigentlich eine Ausnahme darstellt. Auch heute leben wir noch in einer Eiszeit, dem Quartär. In der zweiten Eiszeit („Algonkisches Eiszeitalter“, Beginn vor etwa 970 Millionen Jahren) war ganz Europa mit Eis bedeckt. Das dritte Eiszeitalter („Eokambrisches Eiszeitalter“) folgte „nur“ 200 Millionen Jahre danach. Diese Eiszeit war durch eine kurze Erwärmung geprägt und dauerte dadurch maßgeblich länger. In den nächsten zwei Eiszeiten war vermutlich die Sahara gänzlich vereist. Wie man sieht gab es in der Geschichte des Klimas immer wieder Warmzeiten (Interglaziale) und Eiszeiten (Glaziale). Diese Veränderungen haben meist verschiedene Ursachen: Die Neigung der Erdachse, die sich in etwa alle 41.000 Jahre um bis zu 3 Grad ändert führt zu einer unterschiedlich starken Einstrahlung, ebenso wie Änderung der Erdumlaufbahn. Auch Plattentektonik kann zu einer Wandlung des Klimas führen: Verschiebungen von Platten kann Kontinente oder Inseln in wärmere oder kältere Meeresströmungen schieben (z.B.: Galapagos-Inseln) oder bestimmte Meeresströmungen bilden oder abbrechen. Kosmische Ursachen: Große Meteoriteneinschläge können so viel Staub auf der Erde aufwirbeln, dass die Sonne über Jahre verdunkelt wird - Eine Abkühlung ist die Folge. Die letzte und aktuellste Ursache ist die Erwärmung des Klimas durch einen erhöhten Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre. Große Kohlendioxid-Verursacher sind der Mensch und große Vulkanausbrüche.

Auswirkungen des Klimawandels
- Anstieg der Waldgrenze bewirkt verringerte Tierpopulation
Kontinuierliche Temperaturerhöhung ist ein Faktor für langfristiges Ansteigen der Waldgrenze. Bei einer Erderwärmung um ca. 2,2°C, könnte die Waldgrenze um 450 m ansteigen. Als Folge würde der Lebensraum von Birk- und Schneehuhn, Gams- und Steinwild in den Niederen Tauern um mehr als 80 % verringert. Die Zahl der Tiere könnte sich stark verringern, möglicherweise bis zum Verschwinden der Tierpopulationen, weil die Tiere anfälliger für Krankheiten und leichter Opfer von Beutegreifern werden. - Schädlinge breiten sich aus
Extreme Ausbrüche der Getreidewanze werden durch eine Abfolge von einigen überdurchschnittlich warmen Sommern, wie sie in Zukunft öfter zu erwarten sind, begünstigt. Ein Vergleich der „Wanzenjahre“ 2003 und 1953 sowie weitere Beispiele lassen darauf schließen, dass das Auftreten von landwirtschaftlichen Schädlingen und Nützlingen mit dem Klima verbunden ist.
Ein weiteres Beispiel dafür ist der kalifornische Blütenthrips. Der Schädling, der Nektarinen und Wein befällt und derzeit nur in Gewächshäusern überwintern kann. Dieser könnte bereits Mitte unseres Jahrhunderts auch in unseren Breiten im Freiland überwintern und in Folge auch Freilandkulturen schädigen. - Mehr Dürren im Alpenraum
Österreich befindet sich in mittleren bis hohen Breiten und mitten im Kontinent, ist deswegen von der Erwärmung stärker betroffen. Hinzu kommt, dass im Gebirge die Schneebedeckung abnimmt. Österreich ist von einer Erwärmung von drei bis vier Grad betroffen.
Der Temperaturanstieg wird unsere Vegetation bedrohen und auch die Verschiebung des Niederschlages vom Sommer auf die Wintermonate wird sich auf die Wasserverfügbarkeit auswirken. Vermehrt Dürren können Forscher in den kommenden 50 Jahren nicht ausschließen.
Die Dürre 2003 hat in Wäldern Niederösterreichs und Wiens bewirkt, dass Flachwurzler, wie die Fichte, nicht in tiefere Bodenschichten und somit nicht zu Wasser vordringen konnten. Deswegen war diese Baumart auch anfällig für Schädlinge.