Das Körpergewicht
In diesem Abschnitt erklärt Wissen-Kompakt die wichtigsten Begriffe zum Körpergewicht wie etwa BMI oder Energiebilanz
Kalorie
Kalorie ist eine veraltete Maßeinheit für Energie die offiziell durch die Einheit Joule abgelöst wurde. da aber den meisten Menschen im Zusammenhang mit Ernährung Kalorie ein Begriff ist, wird die Einheit auf Wissen-Kompakt verwendet. Prinzipiell ist 1 Kalorie jene Energie die benötigt wird, um 1 Gramm Wasser um 1 Kelvin (entspricht 1 Grad Celsius) zu erwärmen. 1 Kilokalorie (kcal) entspricht 4,186... Kilojoule (kJ).
Bei allen unseren Tätigkeiten verbrauchen wir Energie, im Liegen sind dies etwa 65 kcal pro Stunde, eine Stunde joggen hingegen kostet uns schon etwa 750 kcal (abhängig vom Körpergewicht). Wie viel Kalorie ein Mensch pro Tag etwa zu sich nehmen sollte erfahren Sie in folgender Tabelle:
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Gewicht | Männlich | Weiblich |
| 50 kg | 1200 | 1080 |
| 60 kg | 1440 | 1296 |
| 70 kg | 1680 | 1512 |
| 80 kg | 1920 | 1728 |
| 90 kg | 2160 | 1944 |
| 100 kg | 2400 | 2160 |
| 110 kg | 2640 | 2376 |
| 120 kg | 2880 | 2592 |
Beachten Sie: Bei den Werten handelt es sich um Richtwerte. Faktoren wie Schwangerschaft oder Krankheit kann den Bedarf ändern. Außerdem sind sportliche Aktivitäten nicht mit einberechnet. Wenn Sie zusätzlich viel Sport machen, müssen Sie die Energiezufuhr erhöhen um ihr Gewicht stabil zu halten. Mehr zur Energiebilanz erfahren Sie am Ende dieser Seite.
Der BMI
Spricht man von Körpergewicht oder Übergewicht ist auch er nicht weiter, der berühmte BMI – „Body Mass Index“. Langer Zeit wurde ihm eine überdurchschnittlich wichtige Bedeutung zugemessen. In erster Linie dank amerikanischer Versicherungen, die den BMI ihrer Klienten erhoben um so das gesundheitliche Risiko einschätzen zu können. Diese Entwicklung erfolgte also aus rein wirtschaftlichen Gründen, Mediziner sahen den vom belgischen Statistiker Adolphe Quételet entwickelten Wert meist skeptisch gegenüber. Und das zu Recht: Der BMI unterscheidet natürlich nicht zwischen Muskel- oder Fettgewebe, ein Bodybuilder mit überdurchschnittlicher Muskelmasse gilt also ebenso als übergewichtig als ein Mensch mit hohem Körperfettanteil. Aus diesem Grund ist es wichtig, in eine Interpretation des eigenen Körpergewichtiges auch andere Faktoren, wie etwa Essgewohnheiten oder Bewegung mit einzubeziehen.
In der nachfolgenden Tabelle können Sie Ihren eigenen BMI errechnen:
BMI-Rechner:
Geben Sie Ihre Größe, Ihr Gewicht und Ihr Alter ein und klicken Sie anschließend auf "Berechnen".
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Statistik: BMI in Deutschland (Männer; Werte in %)
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BMI < 20: | |
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BMI 20 - 25: | |
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BMI 25 - 30: | |
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BMI 30 - 40: | |
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BMI > 40: | |
Quelle:Wikipedia
Statistik: BMI in Deutschland (Frauen; Werte in %)
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BMI < 20: | |
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BMI 20 - 25: | |
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BMI 25 - 30: | |
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BMI 30 - 40: | |
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BMI > 40: | |
Quelle:Wikipedia
Die Energiebilanz
Wer sich mit Diäten oder Abnehmen beschäftigt könnte bereits über das Wort "Energiebilanz" gestolpert sein. Es bezeichnet das Verhältnis zwischen Energiezufuhr und Energiebedarf eines Menschen. Ist die Bilanz also positiv, wurde mehr Energie aufgenommen als verwertet werden kann, umgekehrt herrscht bei einer negativen Energiebilanz ein Mangel an benötigter Energie vor. In der Ernährungswissenschaft spielt die Energiebilanz deshalb eine Rolle, da eine ausgeglichene Bilanz für ein konstantes Körpergewicht notwendig ist. Möchte man abnehmen, muss man eine negative Energiebilanz erzielen. Am einfachsten geht das durch sportliche Aktivitäten, weniger zu essen oder gar zu hungern ist nicht nur unwirksam, es kann sogar schädlich sein. Denn erhält der Körper keine Nährstoffe greift er auf bestehende Reserven zurück, allerdings nur, bis die Fastenzeit vorbei ist. Danach legt der Körper neue Vorräte an, was als Jo-Jo-Effekt bekannt ist. Umgehen kann man dies nur, wenn man eine dauerhaft ausgewogene Energiebilanz erzielt. Eine Tafel Schokolade beispielsweise liefert so viele kcal (Kilokalorie), wie durch eine Stunde Inline-Skaten wieder verbraucht wird.
Interessanterweise scheint die Energiebilanz des Körpers aber auch zu einem Großteil von den Genen abzuhängen. In einer schwedischen Studie wurde die Kalorienzufuhr von Studenten verdoppelt und sportliche Betätigung vermieden. Theoretisch hätten alle an Gewicht zunehmen müssen was aber nicht der Fall war. Während einige tatsächlich enorm zunahmen und das Experiment abbrechen mussten, geschah bei anderen fast gar nichts. Eine weitere Studie zeigte eindrucksvoll, dass es eben nicht darauf ankam, wie viel man zu sich nahm, sondern vor allem darauf, wie der Körper auf die Stoffe reagiert. Einige Menschen scheinen überschüssige Kalorien nicht oder kaum anzulagern sondern verbrennen diese. Viele Studenten klagten während der Studie darüber, dass ihnen "immer sehr heiß" sei. Die mageren teilnehmenden Studenten, so fand man heraus, waren nicht etwa deshalb mager, weil sie wenig aßen, sondern weil ihr Körper die Stoffe schneller und effizienter zerlegte und umwandelte. Das führt sogar so weit, dass das im Gegensatz zu Fettgewebe schwerere Muskelgewebe abgebaut wird um den Energiebedarf zu decken.
In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie, wie viel kcal bei der entsprechenden Betätigung abgebaut werden.
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Aktivität | Ihr Körpergewicht (kg) | 50 - 60 | 60 - 70 | 70 - 80 | 80 - 90 | 90 - 100 |
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Fußball (45 min) | 322 | 380 | 438 | 496 | 554 |
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Gymnastik (30 min) | 105 | 124 | 143 | 162 | 181 |
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Inlineskaten (60 min) | 385 | 455 | 525 | 595 | 665 |
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Langsames Joggen (60 min) | 440 | 520 | 600 | 680 | 760 |
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Joggen (60 min) | 550 | 650 | 750 | 850 | 950 |
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Nordic Walking (60 min) | 550 | 650 | 750 | 850 | 950 |
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Radfahren (60 min) | 528 | 624 | 720 | 816 | 912 |
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Langsames Schwimmen (60 min) | 237 | 280 | 323 | 366 | 409 |
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Schwimmen (60 min) | 528 | 624 | 720 | 816 | 912 |
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Skifahren (60 min) | 341 | 403 | 465 | 527 | 589 |
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Snowboard fahren (60 min) | 440 | 520 | 600 | 680 | 760 |
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Spazieren gehen (30 min) | 85 | 101 | 117 | 133 | 149 |
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Tanzen (30 min) | 193 | 228 | 263 | 298 | 333 |
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Tennis (60 min) | 363 | 429 | 495 | 561 | 627 |
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