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Famliennamen-Lexikon

Im Wissen-Kompakt Nachnamenslexikon finden Sie die Bedeutung hunderter Nachname, die vom mittelhochdeutschen, sorbischen, mittelniederdeutschen und slawischen abstammen. Geben Sie einfach einen Nachnamen in das Suchfeld ein und klicken Sie auf OK. Wenn Sie die Bedeutung ihres Vornamens wissen möchten, klicken Sie hier!

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  • Trennen Sie offensichtlich zusammenhängende Namen wie z.B.: Kleinbaum in "Klein" und "Baum" und suchen Sie beide Namen einzeln.
  • Versuchen Sie, Endungen wie "-er", "-el" oder "-etz" anzuhängen oder wegzulassen.
  • Endet der Name mit einem "t", bzw mit einem "th" versuchen Sie beide Varianten (z.B.: Seifert oder Seiferth).
  • Suchen Sie Namen, die auch als Vornamen verwendet werden (z.B.: Vorname "Peter", Nachname "Peters") im Vornamenlexikon.
  • Verwandeln Sie Ü in U (z.B.: Brückner in Bruckner) oder U in O (z.B.: Ruth in Roth) und umgekehrt.

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    Wie finde ich mehr über meine Vorfahren heraus?
    Den ersten Schritt haben Sie getan - Sie haben sich über den Ursprung Ihres Namens informiert. Wenn Sie die Bedeutung Ihres Familiennamens gefunden haben, können Sie daraus womöglich Rückschlüsse auf die Herkunft ziehen, denn Familiennamen gab es nicht immer. Im Mittelalter wurden Menschen nur mit einem Vornamen angesprochen. Mit der Städtebildung und der immer größeren Anzahl an Personen, die auf engerem Raum lebten wurde es zwecks Unterscheidung wichtiger, Familiennamen einzuführen. Dabei wurde in erster Linie auf eine Eigenschaft zurückgegriffen, die die Person charakterisierte. Entweder es wurde einfach der Beruf hinzugefügt (Michael Bauer) oder der Wohnort (Franz von Assisi) oder ein Merkmal des Aussehens (Ludwig Krause; Krause für gekrauste Haare). Anfangs war der Familienname noch nicht erblich, besonders in Dörfern war es üblich, neben dem Vor- und dem Nachnamen auch noch einen Beinamen zuzufügen, der die Person abhob. So konnten Menschen (die bereits einen Vor- und Nachnamen besaßen) z.B. spöttisch der Beinamen "König" von anderen Dorfbewohnern verliehen werden, wenn sich die bedachte Person vornahm wie ein König gab. Oft kam es vor, dass dieser Beiname den Familiennamen überlagerte mit der Zeit um neuen Nachnamen wurde.
    Im 10. oder 11. Jahrhundert wurde es in ganz Europa Brauch, dass Familiennamen vererbt wurden. Warum genau, darüber rätseln Namensforscher bis heute. Vermutlich begann die Vererbung bei Adeligen oder Bürgern, die großes gleistet hatten um den Ruhm an ihre Nachkommen weiter zu geben. Die Bauern und Knechte übernahmen dies später.

    Woher kommt mein Familienname?
    Nachnamen sind in vielen Fällen bereits Jahrhunderte alt. Oft kann es in dieser Zeit passiert sein, dass sich Schreiber bei einer Eheschließung oder Taufe verschrieben haben und so aus Wieser z.B. Wiser wurde. Es ist daher unmöglich, sicher auf den Ursprung eines Namens zu schließen, da im Laufe der Jahrhunderte Anpassungen, Kürzungen oder einfach Schreibfehler einen Namen verändert haben. Trotzdem kann man eventuell Rückschlüsse auf die Herkunft ziehen:

    Dänische Herkunft:
    Viele dänischen Namen enden auf -sen. Die Dänen vererbten ihre Namen erst sehr spät (beginnendes 20. Jahrhundert). Typische dänische Namen sind Petersen (=Der Sohn von Peter) oder Jorgensen (=Sohn von Jorgen, dem Bauern).

    Deutsche Herkunft:
    Bereits ab 1250 waren Familiennamen in Deutschland verbreitet. Viele Namen sind germanischen Ursprung und enden oft mit -er. Beispiele: Schuster (ein Schuhmacher), Müller (Herr über eine Mühle).

    Griechische Herkunft:
    Viele griechische Namen sind auf Orte zurückzuführen und enden mit -os. Beispiele: Kraikos (= Anhänger Gottes), Xenos (= der Fremde).

    Hebräische Herkunft:
    Bei hebräischen Namen gibt es wenige Berufsbezeichnungen, sie lassen eher auf den Charakter oder Eigenschaften des Trägers schließen: Ury (= Feuer, Licht), Cohen (= Priester).

    Italienische Herkunft:
    Die meisten italienischen Namen enden entweder auf -e oder -i, seltener auch auf -a (für weibliche) oder -o (für männliche). Beispiele: Medici (= Medizinmann), Rossi (= rothaarig).

    Polnische Herkunft:
    Eine typischer polnischer Suffix ist -ski (bzw. -sky) oder -orocki. Beispiele: Rudinzki (= In der Nähe einer Mine wohnend), Gorcyzka (= Verkäufer oder Hersteller von Senf). Auch die Endung -iak (Sohn/Tochter von...) kommt häufig vor.

    Schwedische Herkunft:
    Typische Endungen für schwedische Namen sind -son (für Söhne) oder -dotter (für Töchter). Anderson ist also der der Sohn von Anders, usw.

    Um zu sehen, wo Namen besonders verbreitet sind, empfiehlt sich auch, Namen kartieren zu lassen. Das können Sie z.B.: hier tun. Kombinieren Sie die gewonnenen Informationen über die Bedeutung des Namens mit den geographischen Informationen.
    Falls vorhanden, sind auch Geburtsurkunden ihrer Großeltern, Heiratsurkunden, Militärische Aufzeichnungen, Grundbucheinträge von enormer Wichtigkeit. Arbeiten Sie sich von Generation zu Generation zurück in die Geschichte. Standesämter haben oft noch alte Aufzeichnungen über Eheleute, fragen Sie auch dort nach.