Patrick Süskind - Das Parfum
Patrick Süskind wurde am 26. März 1949 in Ambach am Starnberger See als zweiter Sohn geboren. Er wuchs in einem kleinen bayrischen Dorf, Holzhausen, besuchte dort ab 1955 die Dorfschule und wechselte später auf ein Gymnasium. Nach seiner Matura und dem Zivildienst, studierte er von 1968 bis 1974 in München Geschichte. Ein Studienjahr verbrachte Süskind in Frankreich, in Aix-en-Provence, wo er sich mit der französischen Kultur und Sprache vertraut machte. Nach seiner Studienzeit entschloss sich Süskind, seinen Lebensunterhalt als freischaffender Schriftsteller zu verdienen.
Süskinds Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: Das Ein-Mann Theaterstück Der Kontrabass (1981) zählt zu den meistgespielten Theaterstücken. Mit dem 1985 erschienen Bestseller Das Parfum
wurde Süskind in der ganzen Welt bekannt.
Patrick Süskinds Erfolgsroman „Das Parfum“ spielt in den Jahren 1738 bis 1767 in Frankreich, in der Zeit der Aufklärung. Sie umfasst die Lebensgeschichte der Hauptperson Jean- Baptiste Grenouille der am 17. Juli 1738 geboren, und am 29. Juni 1767 ermordet wird. Das Zentralmotiv des Werkes ist das „Reich der Gerüche“. So erblickt Grenouille das Licht der Welt am „allerstinkendsten Ort des gesamten Königreichs“. Auf dem Cimetière des Innocents endet auch sein Leben, dort, wo der Leichengestank selbst die Totengräber vertreibt.
Das Kind Grenouille übersteht seit seiner Geburt die schlimmsten Krankheiten, die Spuren an ihm hinterlassen und ihn hässlich erscheinen lassen. Keine Amme möchte ihn lange versorgen, er kommt zuerst zu einem Pater der Grenouille als „feindseliges Animal“ (24) bezeichnet. Dann zu Madame Gaillard und über Umwege schließlich zu dem Parfumeur Giuseppe Baldini. Bei ihm erhält er eine Anstellung und lernt vom Meister die notwendigen handwerklichen Techniken zur Herstellung von Parfum. Fast stirbt Grenouille, Baldini lehrt dem Sterbender auf seine Wunsch weitere Methoden der Gewinnung von Düften aus Blüten, woraufhin Grenouille wieder gesund wird und nach Grasse aufbricht. Zuerst hat er vor, den Menschen fern zu bleiben, lebt jahrelang allein in einer Höhle und gerät in eine ernsthafte Lebenskrise. Bald macht er sich doch in Lumpen auf den Weg in südliche Richtung. Er gerät dabei in Kontakt mit dem skurrilen
Wissenschaftler Marquis de la Taillade- Espinasse der ihn benutzt, um die Existenz des „fluidum letale“ zu beweisen, einem Gas, dass die Kräfte des Menschen stärken soll. Grenouille fast inzwischen den Plan, den Geruch eines normalen Menschen zu kreieren und schafft dies auch. Er verlässt schließlich Marquis und zieht weiter nach Grasse.
In der Stadt nimmt Grenouille bei der Witwe Arnulfi eine Stelle an. Nun wendet er zum ersten Mal die Duftgewinnung auch an lebenden Wesen an. Es gelingt ihm „einem lebenden Wesen die duftende Seele zu rauben“ (237)
Grenouilles Plan geht jedoch so weit, dass ihm auch Menschen zum Opfer fallen.
Grenouille wird zwar als Mörder entlarvt, er verrät aber nicht, warum er die Morde begangen hat. Kurz vor seiner geplanten Hinrichtung geschieht jedoch ein Wunder: Die Menschen am Platz und selbst der Vater einer Ermordeten können plötzlich unmöglich glauben, dass Grenouille die Morde begangen haben soll. Grenouille hatte es geschafft, aus den Düften der Ermordeten einen eigenen alles übertrumpfenden Duft herzustellen auf den die Massen nun hereinfielen.
Grenouille wird freigesprochen und verlässt Grasse.
Sein Duft wird ihm jedoch zum Verhängnis als er Dieben und Mörder begegnet die unbedingt ein Stück von ihm erhaschen wollen, ihn ermorden und aufessen. Der Roman endet mit den Worten:“ Sie waren außerordentlich stolz. Sie hatten zum Ersten Mal etwas aus Liebe getan“
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